Bürgerliches Zeichen

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Moderator: antikefan

Bürgerliches Zeichen

Beitragvon Octavian am 19.04.2008, 18:56

Hallo zusammen,

ich bin ein engagierter Antike-Fan, da ich leider die Fachrichtung gewechselt habe, werde ich es nihct mehr "beruflich" machen, aber dennoch bin cih immer nocht triebsam nach wissen um diese zeit. Natürlich ergeben sich immer neue Fragen und auch der kontext in auch schon bekannten Fällen muss beachtet werden. Heute würde ich gerne etwas mehr über das Erkennungszeichen der römischen Bürger erfahren.


Ich weiss, dass die römischen Bürger ein Erkenungszeichen in der Stadt Rom hatten (vielleicht auch wo anders). Doch leider habe ich bis jetzt noch nichts gefunden, das mir beweist, dass es wirklich so war. Habt ihr vielleicht schon mal davon gehört, oder gesehen?
Ich haben mal einen kleinen Artikel gelesen, in dem stand, dass das römsiche Bügertum (civiles) stets an ihrem Bürgerlichen Ring zu erkennen war. Doch was, wenn man diesen Ring gestohlen hat? Das kam bestimmt nicht selten vor? Konnte man diese Person durch andere Menschen, quasie durch Anzeigen, identifizieren? Doch was, wenn er doch Vogelfrei gesprochen wurde? Oder ein wahrer Büger sich "ausweisen" musste? Welche Ringformen gab es und wo lagen die Unterschiede?

Ich würde mich über informationsmateriallien freuen. :D

Euer Octavian
Octavian
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Beitragvon Vespasian am 21.04.2008, 11:34

Hallo Octavian,
der Eisenring wird tatsächlich immer wieder als Erkennungszeichen genannt. Das Thema ist aber viel komplexer. Mit Sklavenflucht haben antike Gesellschaften stets ein Problem gehabt. Interessanterweise haben jedoch die wenigsten entflohenen Sklaven den Versuch gemacht, sich als römische Bürger auszugeben. Das hätte ihnen nicht viel gebracht. In einer Gesellschaft, die auf Beziehungen der Leute beruht, konnte ein Sklave, welcher beispielsweise Ring, Kleidung und etwas Geld gestohlen hätte, nur als Reisender von Stadt zu Stadt ziehen, immer mit dem Problem, von Mitreisenden nach dem Woher und Wohin gefragt zu werden, und irgendwann mit leerer Kasse zu stranden. Die meisten Flüchtigen sind wohl bei Räubern und sonstigen kriminellen Gruppen gelandet.
Zumindest in der späten Antike viel häufiger - und in den Digesten mehrfach erwähnt - ist der illegale Wechsel zu einem anderen Herrn gewesen. Offenbar gab es zeitweise richtiggehende Abwerbeversuche, natürlich verpönt und strafbewehrt.
carpe diem !
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Beitragvon Octavian am 21.04.2008, 18:46

Danke für deine schnelle Ausführung. So in etwa hab ich es mri auch gedacht. Vieleicht kann man ergenzend hinzufügen, dass selbst ein gestohlener Ring und somit ein potentielles Bürgerbild - nur mit einem dazugehöigen Bürgerlichen Namen - bei freigelassenen Sklaven der Familienname des voherigem Besitzers - mit in den Namen des Ringbesitzers eingeht. Somit schien eine weitere Erschwerniss mit eingebunden zu sein, einfach eine neue Identität anzunehmen.
Aber woher bekommt man so einen Ring? Kann man ihn enfach käuflich erstehen oder wurden sie ehrenvoll verliehen? Vom Senat oder doch von der Kaiserlichen Familie - bei bestimmten Familien? Wie sehen solche Ringe im einzelnen aus? Haben sie bestimmte Merkmale?
Octavian
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